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Reiseberichte
Ende Februar wurde eine Fahrt nach Südspanien durchgeführt, um unsere Tierheime vor Ort besuchen zu können. So wurden am Mittwoch, den 24. 02 2010, erst einmal alle Sachspenden im Schwarzwald, in Geisingen, im Markgräflerland bei Freiburg i. Br. und am Donnerstag in Gernsbach, Pirmasens und bei Wiesbaden eingesammelt. Aus der Schweiz kamen dann an einem Rastplatz nochmals viele tolle Sachen dazu. Nach einer Nacht in Barcelona ging die Fahrt weiter zu Ellinor nach Calpe, wo wir herzlich aufgenommen wurden. Schon bald durften wir viele neue Hunde kennen lernen. In Ellinors Haus leben derzeit ca. 60 Hunde, die alle auf eine Chance warten. So kamen wir letztendlich am Sonntag, den 28. 02. 2010 in Linares an, wo ein Teil der Spenden ausgeladen wurde: Futter, Decken, Medikamente und vier stabile Hundehütten. Am Montag ging es dann direkt ins Tierheim nach Linares, um vor Ort die Hunde alle kennen zu lernen. Was uns erwartete waren ca. 150 Hunde auf einer Fläche von ca. 450 m2, die uns alle freudig begrüßten. Von den Eindrücken fast erschlagen haben wir dann auch wieder Tina, Carmen, Lola, und viele andere Helfer getroffen, die uns alle sehr herzlich begrüßt haben. Am Dienstag den 02. 03. 2010 ging es dann nach Jaén. Dort haben wir uns mit Ruth getroffen, die uns zuerst einmal in die dortige Perrera begleitet hat. Leider funktioniert genau das nicht in vielen Tötungsstationen in Spanien (z. B. auch in Linares ist keine Möglichkeit gegeben, zu erfahren, wann und wieviele getötet werden), denn die Perreras möchten häufig nicht mit den Tierschützern vor Ort zusammenarbeiten. Nach der Perrera ging es zur Katzenstation in Jaén. Dabei handelt es sich um einen angemieteten Raum von ca. 80 m2, wo derzeit ca. 50 Katzen leben. Isabel kümmert sich dort jeden Tag liebevoll um die Stubentiger, die alle einen sehr freundlichen Eindruck auf uns hinterlassen haben. Weiter ging die Fahrt zur Hundestation, wohin uns auch Mariana und Ruth begleiteten: Dort wurden wir vom Gebell zwischen den Betonwänden fast erschlagen, denn das Tierheim befindet sich im Industriegebiet in Jaén und sieht eher wie ein halbüberdachter Hinterhof aus. Auch in Jaén hatten wir die Gelegenheit mit der dortigen Tierärztin zu sprechen, die einen sehr netten und kompetenten Eindruck macht. Am Mittwoch schließlich konnten wir uns in Malaga mit Pilar treffen, nachdem wir Juergen vom Flughafen abgeholt hatten. Am Donnerstag haben wir uns dann noch einmal in Linares mit Tina, Mariano, Carmen, Lola und ein paar anderen getroffen. Diesmal konnte sich auch Juergen das Tierheim zu Gemüte führen. Bei einem gemeinsamen Essen, das unsere Spanier für uns ausgerichtet haben, konnten wir dann noch einmal ausgiebig über alles sprechen. Schließlich stand noch das Tierheim in Andújar an. Dazu haben wir uns mit Alberto getroffen. Nachdem wir zwei Gassirunden mit Albertos Hunden gedreht hatten und vor allem Karin viele schöne Bilder machen konnte, sind wir wieder abgefahren. Am nächsten Tag startete der Transport in Jaén und lief weiter nach Linares, um alle Hunde einzusammeln. Insgesamt sind wir bestärkt worden, den Tierheimen in Spanien auch weiterhin zu helfen und wer diese Aufopferung der Zwei- für die Vierbeiner gesehen hat, ist ganz bestimmt derselben Meinung. Es muss noch schrecklich viel getan werden – also packen wir es an und freuen uns über jede Unterstützung auch anderer Tierfreunde. Ute Hübner
Vor etwa eineinhalb Monaten haben wir durch den TSV-Europa vom „Asyl Dubravica“ und Alexandra erfahren. Schnell waren wir in Kontakt und seit dem stellen wir die armen Seelen auf unserer Homepage vor, in der Hoffnung, dass sich ein schöner Lebensplatz für diese Tiere findet. Zu Alexandra: Sie ist ursprünglich eine Deutsche, die ihren jetzigen Mann vor 15 Jahren in Deutschland kennen gelernt hat und mit ihm in seine Heimat gezogen ist. Sie haben einen Sohn. Sie wohnt ca. 20min vom Asyl entfernt und hat vor erst 2 Monaten durch einen Zufall davon erfahren. Seit dem lässt sie das Elend dieser Tiere nicht mehr los und setzt in Bewegung was geht. Wer selber eine Familie hat, weiss, dass man sich manchmal vierteilen müsste, um alles zu schaffen…und trotzdem: Es muss einfach etwas geschehen! Der Tierschutzverein, in dem sie Mitglied ist, hat momentan erst 6 Mitglieder… Die Hunde, welche im Asyl sitzen, „gehören“ einem Tierarzt, der jährlich viel Geld vom Staat kassiert, aber leider nichts unternimmt, um den Tieren ein artgerechteres Leben zu ermöglichen. Deswegen versucht der Mini-Verein, die Hunde so schnell wie möglich an gute Personen zu vermitteln. In Kroatien, wie auch nach Deutschland, Österreich und eben in die Schweiz. Zum Asyl: Unter dem Begriff Asyl kann man sich zwei alte Schweineställe mit kleinen Fenstern und geringem Licht vorstellen. Die Boxen sind knappe 2 x 2 m gross. Im unteren Stall besteht der Boden aus nacktem Beton. Bei einigen ist eine Hundehütte drin. Der obere Stall wird gerade gefliest. Grösser wurden die Boxen dadurch aber nicht... Da es leider an allem (mehr freiwillige Helfer, Geld, Hilfe des Besitzers) fehlt, ist auch die Reinigung sehr mangelhaft / ungenügend. Die Hunde haben durch das Stehen im eigenen Urin und Kot gereizte und schmerzende Pfoten. Als wir vorfuhren und das Heulen der Hunde hörten, lief uns allen einen kalten Schauer über den Rücken. Als wir den Stall betraten, kamen uns die Tränen…. Es ist schwer zu glauben, aber es ist wirklich so. Die Bilder sprechen für sich! Ich persönlich habe ganz kühl geplant: wir fahren dort hin, holen die Hunde raus und gehen wieder. - Ich habe nicht damit gerechnet, dass es bei mir so einen starken Eindruck hinterlässt. Es war wirklich schlimm, alle die noch keinen Platz ergattert hatten, einfach so zurück zu lassen. Wer weiss, ob sie es alle packen?
Ende des Jahres 2008 machte ich mich auf, das Tierheim „El Arca de Santi“ in Monzón (Huesca) zu besuchen. Ich blieb für drei Wochen in Monzón, natürlich in Begleitung meiner beiden Hunde Jacky und Fina, und erlebte dort eine interessante, aufregende, wunderschöne, berührende, aber auch erschütternde und mit Sicherheit unvergessliche Zeit. Ankunft und erste Eindrücke Ilona, die deutsche Freiwillige in der Arca, nahm mich in Monzón in Empfang und lotste mich als erstes direkt zum Tierheim. In einem, um nicht zu sagen: ganz am Ende eines Gewerbegebietes liegt die Arca. Durch den Zaun hindurch werden wir schon von vielen Hundestimmen begrüßt. Ilona nennt die Arca das „Tierheim der Türen“. Und so ist es auch. Man muss praktisch mehrere „Schleusen“ passieren, um sich von Bereich zu Bereich zu bewegen. Im vordersten Bereich befindet sich die Krankenstation, ein mobiler Container. Hier werden frisch kastrierte oder z.B. die Hunde untergebracht, die im hinteren Hauptbereich von den anderen gemobbt werden. Links an die Krankenstation grenzt der separate Welpenbereich an, in dem ebenfalls ein Container Schutz vor Wind und Wetter bietet. Dahinter befindet sich der Hauptauslaufsbereich mit dem Büro und der Zwingeranlage, welche aus vierzehn Gruppenzwingern besteht. In jedem Bereich werden wir stürmisch begrüßt von den dort lebenden Hunden. Fast alle sind so gierig nach Aufmerksamkeit und Zuwendung, dass sie mit den Freiwilligen jedes Mal das „Football-Spiel“ spielen, wenn man den Auslauf betritt. Nach dem Motto: Auf sie mit Gebrüll. Da geht es zuweilen schon mal recht grob zu, man darf nicht allzu zimperlich sein, blaue Flecken und Schrammen sind garantiert. Ein Hund ist hübscher, liebebedürftiger als der andere. Fast alle haben sie unendlich traurige Geschichten, wurden verlassen, verstoßen, weg geworfen. So wie Chusa, eine Bobtailhündin, abgemagert zu einem Skelett. Die Reste ihres vollkommen verfilzten Fells hängen ihr in Fetzen herunter. Sie wurde aus einem Abwassergraben gefischt. Sie ist unendlich lieb, dankbar, anhänglich, ein Traumhund. So viele Hunde, so viele traurige Geschichten, und viel zu wenig Zeit, ihnen allen gerecht zu werden. Mein erster Tag Auf zum ersten Dienst in der Arca! Vormittags hat Chemy Dienst, er trägt mir auf, die Boxen für den kommenden Transport sauber zu machen und aufzubauen. Ein Arbeitstag in der Arca Der Arbeitstag im Tierheim gliedert sich in eine Vormittags- und eine Nachmittagsschicht. Die Vormittagsschicht Die Nachmittagsschicht Außerdem stehen vormittags wie nachmittags regelmäßig Suchaktionen nach irgendwo gesichteten Hunden, Tierarztbesuche oder Vorbereitungen für die Transporte nach Deutschland auf dem Programm. Am Wochenende kommen oftmals Kinder und Jugendliche in die Arca, um mit den Welpen zu spielen oder Hunde auszuführen, eine willkommene Abwechslung für die Hunde, die das weiträumige Tierheimgelände ansonsten eher selten verlassen. Der Mangel an fast allem ist in der Arca zwar unübersehbar, ich komme aber doch sehr bald zu dem Schluss, dass es den Hunden trotz allem hier nicht wirklich schlecht geht, auch wenn es nach außen hin zunächst ärmlich und erschreckend erscheinen mag. Alle Hunde leben in Gruppen und erhalten für Tierheimverhältnisse sehr viel Auslauf, in großen Gruppen, so dass sie viel spielen, toben, einfach interagieren können. Der Auslauf ist groß und abwechslungsreich. Die Zwinger sind zwar karg und (im Winter) feucht, aber doch recht geräumig. Die Haupttätigkeiten der Helfer sind, natürlich, das Saubermachen der Zwinger, Hinterlassenschaften sammeln im Auslauf, putzen, fegen, wischen, füttern, Medikamente verteilen, Wunden versorgen, kraulen, spielen, wie in jedem Tierheim. Ekelgefühle können und dürfen nicht aufkommen, wenn man einen Eimer voll Exkremente in das Klärgrubenloch kippt und alles so richtig schön blubbert und spritzt. Gefüttert wird Trockenfutter, ab und zu gibt es trockenes Brot zum Zeitvertreib. Ich möchte stattdessen lieber noch vom Transport nach Deutschland berichten, der während meines Aufenthalts in der Arca stattfand. Der Transport In den Tagen vor dem Transport hatte ich schon einige Transportboxen ausgewaschen. Diese wurden dann am Transporttag zusammen gebaut und mit Decken ausgelegt. Ilona und Lidia schmiedeten Pläne, welcher Hund mit wem in eine Box zu stecken war, wie viele Boxen insgesamt benötigt wurden usw. Dann brachte ein Fahrer in zwei Ladungen Hunde aus der Tötungsstation in Casseres. Ich versuchte, nicht tiefer darüber nachzudenken, da mich beim Anblick der zutiefst verschüchterten Hunde aller Größen und Altersklassen große Traurigkeit überfiel. Denn sie waren noch die Glücklichen, so hilflos und verschreckt sie auch wirkten. Sie würden eine Familie bekommen, geliebt werden. Leben. Eine Hundefamilie kleine Russmännchen war besonders putzig. Die Tiere, Hunde und Katzen (aus anderen Tierheimen), Welpen und alte Tiere, reisen auf so unglaublich engem Raum für so viele Stunden zusammen, der Stress muss unglaublich groß sein für die Armen, doch eine Alternative gibt es nicht, wenn diese Hunde jemals außerhalb der Zäune eines Tierheims leben sollen. Wieder muss ich an die Perrera in Casserres und die Zurückgebliebenen denken, und der Kloß im Hals wird größer. Ich kann nicht begreifen, dass jemand für ein noch nicht geborenes, noch nicht einmal gezeugtes Wesen bei einem Züchter Vorbestellungen aufgibt, wenn kleine, putzige, blutjunge, unschuldige Russmännchen nur haarscharf dem Tod von der Schippe springen konnten. So viel Leid… Neben all den schönen Ereignissen im Tierheim, den täglichen Spaziergängen mit meiner Lieblingsmaus Brigitte, der Freude über gut vermittelte Hunde und der Freude am Umgang mit all den süßen Nasen, möchte ich auch noch von den furchtbaren, entsetzlich traurigen Erlebnissen erzählen. Unna So gab es einen Unfall, der drei Hunde das Leben kostete. Eine Hündin, Unna, die nachts im Auslauf gewesen war, hatte versucht, unter dem Zaun hindurch in den hinteren, abgetrennten Auslaufbereich zu gelangen. Sie hatte sich im Zaun verfangen und wurde von zwei anderen Hunden attackiert. Jeder Fluchtmöglichkeit beraubt, fanden wir sie am nächsten Tag, noch immer eingeklemmt unter dem Zaun, entsetzlich zugerichtet, verblutet. So verkeilt war sie im Zaun, dass wir sie heraus schneiden mussten. Noch am selben Tag wurden die beiden Hunde eingeschläfert, die sie angegriffen hatten. Venecia So jung, wie sie ist, so viel Leid und Grausamkeit musste die arme Venecia schon erleiden. Eines Abends brachte Mechi einen kleinen Welpen mit nach Hause, den Leute im Tierheim abgegeben hatten. Die arme kleine Maus war furchtbar zugerichtet, es müssen wohl Leute versucht haben, ihr den Schwanz abzuschneiden. Die gesamte Rute war dick geschwollen und erinnerte an eine Mohrrübe. Popeye Auch hatten wir einen Fall von Parvovirose im Tierheim und mussten tagelang um das Leben des kleinen Popeye bangen. Wie durch ein Wunder hatte sich noch kein weiterer Welpe angesteckt, und auch der kleine Popeye erholte sich wieder und konnte im Dezember nach Deutschland in eine neue Familie reisen. Ab und an funktioniert die Welt noch, wie sie sollte, und es fällt etwas Licht ins Dunkel. Abschied… Der letzte Tag. Ein letzter, kleiner Spaziergang mit Brigitte. Ein letztes Mal Nassfutter für Chusa und Brigitte und die damit verbundenen Freudenausbrüche. Die Verabschiedung war sehr traurig. Chusa hat mir lange hinterher gebellt und Brigitte versucht, das Tor aufzunagen. Ich durfte mich gar nicht zu oft umdrehen… Ich werde meine Zeit in der Arca niemals vergessen. So viel Hoffnung, so viel Liebe, und der Glaube daran, dass wir gemeinsam etwas zum Guten verändern können. So offene, freundliche, interessierte, engagierte, liebe Menschen habe ich hier kennen lernen dürfen. Danke Mechi, Ilona, Chemy, Lidia und allen anderen für eine, trotz allem Grauen, das einem im Tierschutz immer begegnen wird, wunderschöne Zeit. Anne
Es ist soweit: Das Futter besteht aus Resten der Restaurants, Bäckereien oder Metzgereien. Das wird alles immer gekocht und vermischt für die Vierbeiner. Knochen gibt es auch, wenn es möglich ist, jeden Tag. Manchmal gibt es auch irgendwo eine Hausräumung und natürlich ist manchmal viel Schrott dabei – aber eben auch viel Nützliches: Pfannen, Becken, Decken und sonstiges was man gut gebrauchen kann. Auf den Tierheimgelände steht auch ein kleines Haus mit einem WC, einer Küche und einem Büro. Überall sind auch hier Hunde, meistens Welpen oder kranke Hunde, die noch nicht bei ihren gesunden Artgenossen sein können, weil sie eine Verletzung oder Operationswunde haben. Momentan haben sie aber wieder hohe Schulden beim Tierarzt, denn die Hunde aus Zadar und Benkovac brauchten enorm viele Behandlungen – somit belaufen sich die Schulden wieder auf 5000 Euro. Das Geld werden wir wieder für Kastrationen und andere Arztkosten ausgeben. Gemeinsam hat man dann noch Spaziergänge mit den Kettenhunden gemacht, damit auch diese mal rauskommen. Yvonne und Walter Hürbin
14 Tage habe ich mich in Kroatien aufgehalten, um zu sehen, ob sich an den Orten, die wir am 03. Juni so schrecklich vorgefunden hatten, etwas zum Besseren verändert hat. Außerdem wollte ich Brankos Heim in Cakovec sehen und ihm etwas helfen. Die gespendeten Decken, Körbe, Halsbänder, Medikamente und Verbandsmaterialien, die ich aus Deutschland mitgebracht hatte, habe ich gleichmäßig an Branko und den Verein „Noina Arka“ in Zagreb verteilt. Das Tierheim, das Brankos und Lillis (Brankos Ehefrau) Verein unterhält ist eine ganz tolle Anlage mit etwa 200 Hunden und 70 Katzen. Das Katzenhaus ist ohne Probleme in die Gesamtanlage integriert. Hunde und Katzen verstehen sich, lediglich durch einen Zaun getrennt, gut. Überhaupt strahlt das Tierheim Fröhlichkeit und Zufriedenheit aus. Ich hatte mit allen Hunden Kontakt, alle freundlich. Branko hat mit sehr viel Phantasie und Ideenreichtum den Tieren ein gutes Dasein ermöglicht bis sie hoffentlich bald eine Familie finden. Die größten Probleme hat der Verein mit den Hunden aus Zadar, weil sie durchweg nicht gesund sind. Spenden für Cakovec sind notwendig und gut angelegt, davon konnte ich mich persönlich überzeugen. 50 Hunde sind im Augenblick dort. Sorgen bereiten uns 3 hoch tragende Hündinnen. Sie brauchen einen geschützten Platz zum Werfen und eine Bleibe für sich und die Jungen bis evtl Branko sie dort rausholen kann. 230 Hunde sind nun in der Anlage und sie sollte froh sein über jeden Hund, der dieses Lager verlassen kann. Wir hoffen, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau eines Tierheims in Zadar begonnen werden kann. Darüber habe ich einige Gespräche mit Offiziellen in Zadar geführt. Über alte Kontakte hatte ich dann noch ein grausames Erlebnis in einer Anlage in Zapresic 15 Km nördlich von Zagreb. Dort sind in einer ehemaligen Lagerhalle in 21 Boxen z. Zt. 37 Hunde im ständigen Halbdunkel eingesperrt. Die Boxen werden mit einem Wasserschlauch wie Schweinekoven sauber gespritzt während die Hunde in den Boxen bleiben. Die Betonfläche ist dauerhaft nass, die Hunde haben keine trockene Stelle zum Liegen und so gut wie keinen menschlichen Kontakt. Wir hoffen sehr, dass möglichst viele Hunde aus Cakovec über das Internet vermittelt werden können. Während meines Aufenthaltes konnte Ute Hübner für 3 (Folker, Willi und Tonka) einen Platz finden, sodass sie mich bis Nürnberg begleitet haben. Zum Schluss wieder einmal ein Aufruf – Branko braucht Helfer vor Ort, die nicht nur Tiere versorgen, sondern auch technisches Verständnis haben d.h. mit einem Hammer umgehen und eine Schaufel festhalten können und mehr. Dann brauchen wir Spenden, Spenden und nochmals Spenden, damit wir helfen können. Jeder Euro hilft, das Elend erträglicher zu gestalten. Dies ist eine sehr kurze Zusammenfassung anstrengender und ereignisreicher Tage (allein 3400 km Fahrleistung). Großen Dank an Ana. Ohne sie hätte ich die vielen Gespräche und Kontakte in Zadar / Benkovac nicht führen können. Und natürlich an Branko und Lilli Dank für ihre Gastfreundschaft. Später im Jahr ist die nächste Reise geplant, um dann auch Gespräche mit Verantwortlichen in der Landesregierung zu führen. Volker Fritzemeier www.tierschutzprojekt-kroatien.de
Am 21. 05. 2008 sind Britta, Jürgen und Ute zu einem Transport nach „El Arca“ Monzón bei Huesca (Nordspanien) aufgebrochen, um das erste Mal dieses Tierheim zu besuchen. Um 18:37 sind wir am 22. 05. 2008 nach einer langen und kurvenreichen Fahrt über die Pyrenäen endlich in Monzón angekommen. Überhaupt ist das eine tolle Truppe: Ilona, Mechi, Lidia, Marie, Pedro und all die anderen, in denen wir gleich gesinnte Tierfreunde gefunden haben.
Das Tierheim ist weder an die Elektrizität noch an die städtische Wasserleitung angeschlossen. Nur ein paar Solarzellen schaffen für etwas Strom. Die Anzahl der Tiere im Tierheim ist eigentlich ständig über dem Limit und Ilona erzählte uns, dass es noch eine lange Liste von Hunden gibt, die bis jetzt noch nicht aufgenommen werden konnten – aus Platzmangel. Auffällig ist die Sauberkeit und Hygiene in den Ausläufen, es wird darauf geachtet, das immer alle Kothäufen entfernt werden. Die Arbeit erledigen alle Tierfreunde ehrenamtlich – ohne eine Aufwandsentschädigung dafür zu erhalten. Auch auf Medikamentengabe,Verbandswechsel wird nach einem guten Schema von den Tierfreunden gemacht, damit eine gute Behandlung gegeben ist. Die Tiere selbst sind sehr freundlich, verschmust und überaus sozial zu Menschen und Artgenossen. Wir waren ganz begeistert von all den freundlichen liebenswerten Hunden, die um uns herum sprangen. Ein paar wenige aber blieben in ihren Zwingern – freiwillig, denn für sie ist es der einzige Schutz, den sie haben. - Das sind die getretenen, geschlagenen, von Menschenhand gedemütigten Vierbeiner, die Angst haben, weil die Zweibeiner sie vor dem Tierheimaufenthalt schlecht behandelt haben. Ein dickes Kompliment müssen wir Ilona machen, denn sie hat die Hunde wirklich toll charakterisiert und sie entsprechen absolut ihren Angaben - Ilona schreibt auch alle Texte für unsere Hunde auf der HP selbst und wir stellen sie dann einfach noch mit den Bildern zusammen ein… Trotz der anstrengenden Fahrt war das Kennenlernen der Hunde und Menschen von der Arca ein voller Erfolg, denn man konnte endlich einmal sehen, wie die Hunde so leben und wie die Menschen mit ihnen zurechtkommen. Als kleinen Erfolg kann man auch werten, dass wir alle Welpenkinder aus "El Arca" schaffen konnten, denn in der Welpenstation war ca. eine Woche vor unserem Eintreffen eingebrochen worden und zwei der süßen wurden gestohlen. Nach diesem "Ausflug" sind wir davon überzeugt, dass El Arca auch weiterhin unsere Unterstützung dringend braucht und es wäre toll, wenn wir auch andere Tierschützer dazu begeistern könnten, mitzumachen oder zumindest mit zu spenden. Es gibt viel zu tun, packen wir es an… Ute Hübner
Für den Zeitraum vom 18. bis zum 20. März haben wir unseren zweiten Transport nach Zadar/ Kroatien geplant. Los ging es also am Dienstagmorgen um 5 Uhr von Lindau. Der erste planmäßige Halt war am Rasthof Rosenheim, wo wir uns mit Tierschützern trafen, die uns noch Sachspenden für Zadar mitgegeben haben (nochmals ein ganz großes Dankeschön hierfür auch an unsere österreichischen Freunde Susy, Michael, Johanna und Co.) Auch Walter, der seinen privat finanzierten und umgebauten Wohnwagen im Schlepptau hatte, war schon vor Ort und wartete auf uns. Die restliche Fahrt verlief soweit problemlos, wir hatten glücklicherweise viel Platz auf den Straßen und trafen dann um ca. 13 Uhr an der slowenisch-kroatischen Grenze an, wo die Probleme beginnen sollten… Als wir uns der kroatischen Grenze näherten, erspähten wir schon den kleinen garstig dreinschauenden Zöllner der die Grenzübergänger kontrollierte. Wir drei setzten alle unser charmantestes Lächeln auf als er die Pässe entgegennahm, das brachte allerdings nicht viel, wir mussten also rechts ranfahren um die Zöllner untersuchten alles und postwendend wurden wir zur „Spedici“ geschickt – wir mussten unsere Ware also verzollen…. Und das Drama fand seinen Anfang. Dann sind wir zur ersten Spedici, die konnten nicht mal englisch, also haben sie uns zur zweiten Spedici geschickt. Die waren augenscheinlich nicht für Hilfsgüter, wie wir sie beschrieben, zuständig, also schickten sie uns zur dritten, die auch kein englisch konnten, und so weiter und so weiter, bis wir endlich mal zu einem Angestellten kamen, der zumindest soviel englisch sprach, um uns zu erklären, dass wir, da wir keine Rechnung über unsere Ware, geschweige denn eine Packliste haben und zudem auch noch Futter, dass dann ja auf Unbedenklichkeit hätte geprüft werden müssen, wenig Chancen haben die Ware tatsächlich ins Land zu kriegen. Für alle Schlauberger die jetzt sagen „seid ihr blöd, ist doch klar dass man 1,3 Tonnen Futter nicht einfach in ein Drittland einführen darf“ – danke, das wissen wir selber, aber beim letzten Transport haben die sich an der Grenze auch nicht so angestellt und uns ohne Theater passieren lassen, es hätte dieses Mal ebenso gut auch wieder funktionieren können – wer nicht wagt, der nicht gewinnt – außerdem sind wir keine Halunken und Verbrecher, sondern ein angesehener Verein mit der Absicht zu helfen! Nun gut, nach ca. 1,5 Stunden in denen wir mehr und mehr ratlos wurden, weil es offensichtlich kein Durchkommen mit all dem so dringend gebrauchten Futter gab, hatten wir die Möglichkeit, entweder umzukehren und kurz nach dem slowenischen Grenzübergang das Futter und die anderen Sachen einfach rauszuschmeißen - den Gedanke verwarfen wir allerdings sofort wieder, die schönen Spenden!! - oder unseren spontanen und bis dato noch völlig unbekannten Plan B ins Spiel zu bringen. An dieser Stelle kommen unsere großartigen Hintergrundhelfer ins Spiel, ohne die die nachfolgende Aktion nicht möglich gewesen wäre. Schnell informierten wir also andere Vereinsmitglieder sowie Freunde über den Stand der Dinge, diese machten sich dann auch sofort an die Arbeit, googelten und fanden schließlich ein slowenisches Tierheim das sich nur ca. 60 km von der Grenze entfernt befindet und dem wir also unsere schönen Sachspenden überlassen wollten. (Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle nochmals an Tatjana, Rüdi und Peter). In der Stadt Novo Mesto angekommen (wo sich das Tierheim befinden sollte), hatten wir zum ersten Mal wahnsinniges Glück, denn da wir absolut keine Ahnung hatten, wo sich das Tierheim befand und die Stadt nun auch nicht sehr klein war und zu allem Überfluss uns unser Navigationsgerät auch nicht helfen konnte, sprachen wir einen vorbeigehenden Passanten an, der mit seinem Hund spazieren ging. Er brachte uns dann schnell zu seiner Freundin, die selbst wie auch ihre ganze Familie ein großes Herz für Tiere hat und manchmal auch selbst in diesem Tierheim mithilft. Sie boten sich dann auch gleich an, uns ins Tierheim zu bringen. Das war unser Glück, denn das Tierheim liegt so weit oben in den Bergen (da lag überall noch Schnee), da hätten wir allein niemals hin gefunden. Im Tierheim angekommen, machte der Tierheimleiter Marjan große Augen als er sah was wir da alles an Bord hatten. Wir halfen alle zusammen um die Spenden so schnell wie möglich auszuladen, schließlich war es mittlerweile schon 15:30 und die Zeit lief uns allmählich davon. Nach getaner Arbeit dann haben wir uns noch bei einer Tasse Kaffee mit Marjan über unsere Arbeiten ausgetauscht. Es ist ein sehr schönes Tierheim und vorbildlich geführt, so dass wir eine zukünftige Kooperation nicht ausschließen möchten. Wer weiß also wozu unser unfreiwilliger Umweg gut war, wichtig ist jedenfalls, dass die Spenden verwendet werden. Welche Hunde sie dann letztendlich bekommen, ist ja fast nebensächlich. Klar ist jedenfalls, dass wir leider keine Sachspenden mehr nach Kroatien bringen können, da wir das Risiko, wieder abgewiesen zu werden, nicht mehr eingehen wollen. Daher sind wir nun mehr denn je auf finanzielle Spenden angewiesen, um so die ca. 260 Hunde wenigstens einigermaßen mit Futter und dem nötigsten versorgen zu können. Es war dann fast 17:00 Uhr als wir uns verabschiedeten und uns wieder auf den Weg Richtung Zadar machten. Dieses Mal konnten wir die Grenze passieren, obwohl die Zöllner natürlich wieder was auszusetzen hatten, dieses Mal an unseren Transportboxen… nach einem kurzen Hin und Her durften wir dann endlich passieren und die restliche Fahrt verlief soweit zügig und problemlos. Wir kamen aber leider erst um ca. 21:00 Uhr am Tierheim in Zadar an, da war natürlich alles schon dunkel und wir waren fix und fertig. Gerne hätten wir uns noch länger mit Marijana, Iva und Co. unterhalten, doch aufgrund der Tatsache, dass wir den Transporter noch startklar für die Rückreise machen mussten (d.h. Transportboxen aufbauen und befestigen) und am nächsten Tag schon wieder um 4:00 Uhr früh aufstehen mussten, blieb dafür leider keine Zeit. Nach dem Transportboxen Aufbauen saßen wir alle noch bei einem Stück Pizza zusammen, um Mitternacht jedoch ging es dann endlich ins Bett. Kaum eingeschlafen klang auch schon wieder der grässliche Wecker. Also packten wir in Windeseile unsere 7 Sachen und machten uns anschließend auf den Weg zu Marijana, denn die Mehrzahl der Hunde waren vorübergehend in ihrem Haus untergebracht. Nach dem dort alle Reisenden eingeladen waren, machten wir noch einen Abstecher zum Tierheim um die restlichen Hunde einzuladen. Nach dem alle an Bord waren, verabschiedeten wir uns von Marijana, Iva und dem Rest der fleißigen Tierheimhelfer und um 6:30 machten wir uns auf den Weg Richtung Grenze. Dort angekommen war es halb 10. Wir näherten uns den Zollbeamten und mussten natürlich prompt unsere „Ware“ zeigen. Obwohl der Zollbeamte recht nett war und wie es schien auch ein Herz für Tiere hatte, kamen sogleich seine Vorgesetzten angesprungen und wollten alle (im Übrigen vorbildlichen zusammengestellten) Unterlagen sehen. Das nütze aber natürlich nichts, und so wurden wir wieder mal zur „Spedici“ geschickt. Nachdem dort die Unterlagen überprüft und für in Ordnung befunden wurden, ließen wir die Hunde anschließend noch einmal tierärztlich untersuchen, wobei auch hier alles in Ordnung zu sein schien. Nach ca. 4 Stunden durften wir dann, nach dem alles geregelt war, endlich Richtung Heimat weiterreisen. In Deutschland angekommen, mussten wir erneut zum Zoll in Bad Reichenhall, um unsere „Ware“ eben in den Verkehr einzuführen. Nach dem wir dort ca. eine weitere Stunde verbracht haben, konnten wir endlich die letzte Fahrtetappe in Angriff nehmen.
Julia Fromm
Ende September/Anfang Oktober machte sich eine kleine Delegation von vier Personen (Jürgen, Gabi, Anja und Ute) für den Tierschutzverein Europa auf den Weg nach Zadar (Kroatien), weil wir von Rüdiger und Petra erfahren hatten, dass es dort ein Tierheim gibt, in dem die Not besonders groß ist. Schon in Zadar bei unserer Ankunft sahen wir die ersten Straßenhunde, drei Welpen, spielend am Straßenrand neben einer dicht befahrenen Strasse. Beinahe wäre uns das Herz dabei stehen geblieben, denn die ca. 4 Monate alten Welpen kamen verdächtig nahe an die Fahrbahn. Der Empfang von Marijana und ihren Eltern in Zadar war sehr herzlich und es war sofort klar, dass wir dieselbe Wellenlänge haben. Schon am nächsten Tag, sollten wir erleben, dass es in Kroatien aber nicht nur Tierfreunde gibt: Wir hatten uns mit Jürgen und Gabi in der Nähe eines Supermarktes auf einen Kaffee getroffen, als wir auch schon einen großen Hund bemerkten, der aussah wie ein wandelndes Gerippe. Die Ankunft am Tierheim war ein großer Schock! Wo fange ich an? Marijana und ihre Helfer sind ständig auf dem Sprung und müssen vor allem bei Regen laufend dafür sorgen, dass das Wasser z. B. mit Schiebern abfließen kann. Aber auch sonst gibt es viel zu tun: Wir sagen hier an dieser Stelle herzlichen Dank an Marino dem Tierarzt und den fleißigen Helfern für deren Hilfe. Die nächsten Tage haben wir die Hunde fotografiert, Berichte zu den Tieren geschrieben und alles recherchiert, was es um das Tierheim an Wissen gab. Bitte lesen Sie dazu auch unter „Hilfsprojekte" auf unserer HP. Jürgen und Gabi haben sich dann noch speziell Paulchen angenommen, da er zwei gebrochene Beine hatte. Ute hat sich zweier Hunde (Pinki und Minni) angenommen und Nell kam mit mir, da sie auch ganz arg schlimm aussah. Mit vielen Eindrücken sind wir von der Reise nach Kroatien nach einer Woche zurückgekommen und für uns alle steht fest, dass wir diesem Tierheim und den Tierschützern vor Ort auch zukünftig helfen werden. Anja Thalmann PS: Leider hat es Pinki nicht geschafft und wir denken jetzt an dich kleiner Mann…
Am 2. Mai 2007 starten wir zu dritt (Ines, Bianca und Ute) unseren ersten Ungarnbesuch in einem ungarischen Tierheim. Wir wollten nicht nur unsere neuen Mitstreiter in Ungarn und das Tierheim dort kennen lernen, es steht zusätzlich ein Termin beim Bürgermeister der 68.000-Einwohner-Stadt Kaposvár (45 km unterhalb des Plattensees) auf dem Programm, was ein offizieller Brief an den Bürgermeister von Kaposvár möglich gemacht hat. Unsere Reise: Ziel erreicht: Mit diesen Eindrücken machen wir uns auf zu unserem Termin beim Bürgermeister (herzlichen Dank an Brigis und Margits liebe Mama, bei der wir uns in frische Kleidung pellen und mit Leckereien stärken konnten!). Der Termin findet im Rathaus der Kleinstadt statt, bei der Gelegenheit kann man ein sehr positives Bild von der Stadt gewinnen, die sich die Blumenstadt nennt. Abends fahren wir zurück an den Plattensee, wo wir für eine Nacht Quartier bei Hans auf seiner Virginia Western Ranch beziehen (siehe auch unsere Rubrik "Urlaubsangebote/Urlaub mit dem Hund" auf unserer homepage). Auf dieser gemütlichen Ranch mit all den Pferden, Katzen, Hunden, Ziegen, Hasen und allerhand mehr fühlt man sich sofort wie im Urlaub. Mit einem Grillabend am offenen Kamin und jeder Menge Pläne geht der Abend zu Ende. Der letzte Tag bricht an an! In weißen Plastikfässchen werden Essensreste einer Schule geholt - sofern keine Ferien sind oder es auch mal nichts aus den Kantinen gibt -. Heute gibt es eine wässrige Gulaschsuppe, ziemlich inhaltslos, daher wird noch altes Weißbrot darin aufgeweicht. Janosch schnuppert jedes Fass auf Verdorbenheit ab. Der Aufbruch: Auf die Zwischenfälle mit der ungarischen Grenzkontrolle wollen wir an dieser Stelle nicht näher eingehen, jedoch empfiehlt sich der Grenzübergang "Heiligenkreuz" wärmstens, wenn man eine drohende Verhaftung wegen illegalen Grenzübertritts zuverlässig vermeiden möchte. Bianca Markotschi |